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März 2010
Garant
Parlamentarischer Abend des Innovationsnetzwerkes Niedersachsen
Mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung des Innovationsnetzwerkes Niedersachsen zum Parlamentarischen Abend im Grand Hyatt Hotel in Berlin. Ziel der Veranstaltung war es, die Arbeit des Innovationsnetzwerks und die Aktivitäten der im Netzwerk organisierten Trägergruppen vorzustellen.
Sichtlich erfreut über diesen großen Zuspruch zeigte sich der „Bevollmächtigte des Landes Niedersachsen beim Bund", Staatssekretär Wolfgang G. Gibowski, in seiner Begrüßung. Genau wie Staatssekrtär Gibowski, stellte auch der Vorsitzende des Innovationsnetzwerkes Niedersachsen Marco Graf, Geschäftsführer der IHK Osnabrück-Emsland, die Bedeutung von Innovationen heraus. Im Innovationsnetzwerk Niedersachsen bündeln sich die Aktivitäten der niedersächsischen Innovations- und Wirtschaftsförderer. Mittlerweile engagieren sich mehr als 250 Einrichtungen in diesem Netzwerk, mit dem Ziel Innovationen zu fördern und den Wirtschaftsstandort Niedersachsen nach vorne zu bringen. Auch das NieKE, die Landesinitiative Ernährungswirtschaft, ist langjähriger Netzwerkpartner.
In seiner Ansprache stellte der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Jörg Bode, zahlreiche regionale Innovationshighlights vor. Die Ernährungswirtschaft im Nordwesten, die Hörforschung in Oldenburg und Hannover oder der Forschungsflughafen in Braunschweig sind hier nur einige Beispiele für die niedersächsische Innovationskraft. Innovation, so der Minister weiter, ist kein Thema welches einem Ministerium zugesprochen werden kann. Und auch wenn er unlängst vom Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Christian Wulf, als Innovationsminister bezeichnet wurde, so sieht er im Thema Innovation eine übergeordnete Aufgabe.
Mario Leupold, Moderator des Parlamentarischen Abends und Mitarbeiter des Innovationsnetzwerkes, stellte zum Abschluss drei Beispiele für die Innovationskraft Niedersachsens vor.
Die erste vorgestellte Innovation aus Niedersachsen, war der PelletMaker der Firma Ecoworxx. Das Gerät erzeugt aus Gartenabfällen wertvolles Brennmaterial in Pelletform. Mit dem Gerät kann man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Man spart Entsorgungskosten, bekommt Heizmaterial und tut noch etwas für den Klimaschutz. Unterstützung hat die Entwicklung des Produkts bei Partnern des Innovationsnetzwerkes, wie der Innovationsberatung der IHK Hannover, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nienburg und dem Produktionstechnischen Zentrum der Universität Hannover, gefunden.
Ein weiteres Innovationsbeispiel ist die Entwicklung der Göttinger Firma Miprolab. Die Ausgründung aus einem Institut der Universität Göttingen hat einen Schnelltest für biologische Kampfstoffe entwickelt. Unterstützung fand das junge Unternehmen auf dem Weg in die unternehmerische Freiheit von der Transferstelle der Universität Göttingen. Heute zählt die Firma sieben Mitarbeiter und ist bei einem weiteren Mitglied des Innovationsnetzwerks, dem Technologiezentrum der Göttinger Wirtschaftsförderung angesiedelt.
Last but not least, dass Kooperationsbeispiel „MultiSteeringSystem" (MSS). Gemeinsam mit der Fachhochschule Osnabrück hat die Firma Kotte Landtechnik aus Rieste bei Osnabrück eine neuartige elektrohydraulische Lenkung entwickelt. Diese Innovation ist nicht nur wegweisend für die Agrarwirtschaft. Sie ist auch das Ergebnis einer tollen Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Auf Initiative des NieKE, der Landesinitiative Ernährungswirtschaft, haben sich beide Partner im Jahr 2006 zusammengefunden. Zu dritt haben sie das Projekt erfolgreich zur Umsetzung gebracht - jeder mit seinen Stärken. Im Vergleich zu anderen Transferbeispielen wurde deutlich enger zusammengearbeitet. Wissens- und Technologietransfer wie er besser nicht sein kann. Für diese einzigartige und gleichzeitig erfolgreiche Zusammenarbeit haben die drei Innovatoren sogar 2009 den Kooperationspreis der Agrar- und Ernährungswirtschaft, in der Kategorie Innovation bekommen.
Neben der Fachhochschule und dem NieKE waren im Projektverlauf weitere Akteure, wie die Handwerkskammer Osnabrück, beteiligt. Mittlerweile wurde aus dem Projekt heraus von ehemaligen FH-Mitarbeitern die Forsys GmbH gegründet, die eng mit der Firma Kotte zusammenarbeiten.
Das anschließenden Get-to-gether bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausreichend Möglichkeiten miteinander ins Gespräch zu kommen.
Quelle: NieKE















